The Loss of Serendipity (my take)

Let’s get on the same page here. Serendipity means to find something you didn’t expect, a.k.a. finding something interesting you weren’t looking for in the first place.

Many services try to make sure that you only see things you are really interested in, this is accomplished by using all kinds of metrics to figure out what might be of interest to you, and you alone. Did you spot the error? An algorithm decides what are you interested in. I don’t know about you, but I don’t think that this is remotely possible for the wide spread of interests which tickle my fancy at any given time. I would venture it is close to impossible; let’s have a look at some of the topics I’m currently interested:

  • Motion graphics
  • Chinese writing
  • Quantum mechanics
  • Video compression
  • Philosophy
  • IOS development

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“Globale Erwärmung™” und “Globale Erkältung™” als Wortmarke geschützt

Das Institut für Klima und Forschung im Allgemeinen hat sich die Begriffe Globale Erwärmung™ und Globale Erkältung™ als Wortmarke schützen lassen. Warum dieser Schritt nötig war, erklärt uns sein Leiter Dr. Dr. Par-Hasard de Temps.

EK: Herr de Temps, warum war ihr Institut der Meinung, dass es sich bei Globale Erwärmung™ und Globaler Erkältung™ um eine schützenwerte Wortmarke handelt?

PHdT: Nun sehen Sie, dass sich das Klima verändert, hat wohl inzwischen jeder mitbekommen; nur in welche Richtung – und hier spreche ich von der individuellen Wahrnehmung – war nicht allen bewusst. Unsere intensive Forschung hat ergeben, dass wir nicht von einem Phänomen sprechen können, welches von allen Menschen gleich wahrgenommen wird. Die Menschen nördlich der Alpen leiden unter der Globalen Erwärmung™ durch unnatürliche Kälte; als Meteorologe kann ich nur sagen “kalt?”, “warm?” wen kümmert’s?
Was mich allerdings stört sind diese lästigen Blogger, welche die “Globale Erwärmung™” durch Wortschöpfungen wie “Globale Erkältung™” durch den sprichwörtlichen Kakao ziehen. Wir haben uns daher entschlossen, diese Begriffe zu schützen um dadurch die Kontrolle darüber zu haben, wann und wo sie benutzt werden dürfen.

EK: Das bedeutet also, dass die Begriffe nur noch in von Ihnen sanktionierten Publikationen benutzt werden dürfen?

PHdT: Richtig, eine kleine Lizenzgebühr sorgt dafür, dass die wissenschaftliche Arbeit auch entsprechend gewürdigt wird.

EK: Lizenzgebühr?

PHdT: Die Höhe der Gebühr hängt davon ab, in welchem Kontext die Begriffe benutzt werden. Beiträge welche den Klimawandel kritisch hinterfragen, also sich an den überkommenen Vorstellungen von echter wissenschaftlicher Arbeit orientieren, müssen eine Gebühr von ca. 1.000,- Euro bezahlen.

EK: Aber das, was Sie eben als “überkommene Vorstellung” bezeichnet haben, ist doch die Grundlage jeder wissenschaftlichen Auseinandersetzung?

PHdT: Ich denke, dass Sie das zu eng sehen. Kritische Fragen zu dem Thema können doch jederzeit gestellt werden, nur nicht von jedem.

EK: Da wir gerade beim Thema sind, wie sehen Sie die letzten Erkenntnisse bezüglich des auf dem Meeresgrund eingeschlossenen Methans? Methan ist ja, was Erwärmung betrifft, wesentlich potenter als CO2?

PHdT: Wohin darf ich die Rechnung für die Lizenzgebühren schicken?

EK: OK. Vergessen Sie’s.

PHdT: Sehen Sie, schon haben wir uns wissenschaftlich auseinandergesetzt.

Was sind “Byte-Range Requests”?

Diejenigen die mich kennen wissen, dass ich sehr viel in Richtung iTunes U unterwegs bin (eine Erklärung für die Posting-Frequenz? 😉 ), daher hier eine Information für alle iTunes (U)-Podcaster(innen): So wie es aussieht erwartet iTunes (U) jetzt anscheinend, dass der Server – der die Podcasts ausliefert – so genannten “Byte-Range Requests” unterstützt.

Was sind Byte-Range Requests? Mit dieser Bezeichnung ist gemeint, dass der Server in der Lage sein muss Anfragen wie “Gib mir bitte Byte 0 – 10000 von der Datei” mit der Auslieferung von Byte 0 – 10000 zu beantworten. Der Hintergrund hierfür liegt auf der Hand: Wenn man eine Datei über ein iPhone/iPad (oder T-Online 😉 ) ansieht – ohne sie herunterzuladen – dann ist es wenig zielführend die besagte Datei für diese Aktion vollständig auf das Gerät zu holen. Bei diesen so genannten Previews (oder Streams) muss der Server also in der Lage sein die Datei in “Häppchen” auszuliefern.

Just for info. Happy Podcasting. 😉

Das Rätsel um “Free Wi-Fi”

Nach Erfahrungen in Frankreich und Österreich beschäftigt mich eine grundlegende Frage: Wieso glauben deutsche Hotels, dass ein Wi-Fi-Zugang mit Akustikkoppler-Geschwindigkeit für ca. 7 € pro Stunde einen Service darstellt?

Ich weiss, provokante Frage, aber im genannten Ausland ist ein kostenloser Wi-Fi-Zugang im Hotel, unabhängig von der Grösse und Preisklasse, selbstverständlich. Der Direktor eines kleineren Hotels in Paris hat mich gefragt ob ich ihn beleidigen wolle, als ich mich nach dem Preis für einen Wi-Fi-Zugang im Zimmer erkundigte. Als ich ihm die Situation in Deutschland erklärte, war er sichtlich amüsiert. Dann meinte er: “Die Gäste sollen also dafür bezahlen, wenn sie ihre E-Mails in einem Hotel lesen möchten? Das wäre hier nicht möglich, zumindest nicht, wenn das Hotel in einem Jahr noch existieren soll.”

Fragen über Fragen. Falls mir jemand eine Antwort darauf geben kann, bitte in die Kommentare schreiben, danke.

Neue Kategorie: “Traveling Thoughts”

Nein, das Wortspiel konnte ich mir nicht verkneifen, ist schliesslich auch mein Blog, oder? In der Kategorie werde ich das ablegen, was mir bei meinen Reisen so aufgefallen ist. Da ich seit fast einem Jahr beruflich häufiger unterwegs bin, hat sich in meinem Moleskine so einiges angesammelt. Der Wortjongleur in mir möchte das nun auch veröffentlicht sehen, und ich widerspreche ihm nur äusserst ungern. 😉

Wer jetzt allerdings ausschliesslich Tips für die so genannten Business-Travelers erwartet, dem/der sei gesagt, dass mein Ansatz unterwegs zu sein nicht wirklich konventionell ist, und ich es verabscheue mit der sprichwörtlichen “hängenden Zunge” zu einem Termin zu erscheinen. Das lässt sich zwar nicht immer vermeiden, aber ich arbeite dran.

ÖBB Railjet

Ich war letzte Woche beruflich in Wien und bin zum ersten Mal mit dem Railjet gefahren. Sehr bequem und sehr beeindruckend. Praktisch sind auch die Monitore an der Gangdecke, die neben dem nächsten Ziel auch eine Anzeige der aktuellen Position bieten. Man fühlt sich wirklich wie im Flugzeug, nur startet man aus der Stadtmitte und erspart sich die Anreise zum Flughafen.

Ein Vergleich mit dem deutschen ICE bietet sich für einen “Vielreisenden” wie mich natürlich an. Kurz gesagt, der Railjet ist der ICE 2.0. Ich hatte, subjektiv, etwas mehr Platz, die Sitze waren irgendwie bequemer, einfach angenehm.

Infos gibt es auf der Website (Vorsicht, reines Flash, also nichts für iOS-Benutzer(innen)).

Wie Pixar “Collaboration” sieht

Ein sehr interessanter Vortrag über ein überstrapaziertes Wort: Collaboration. Mehr braucht man dazu nicht zu sagen.

Das Ende der “Brüllwerbung”?

Zumindest in den USA sieht es so aus. Zur Erklärung: Brüllwerbung bezeichnet die Tatsache, dass die Werbung um den (gefühlten) Faktor 3000% lauter ist, als die Sendung die man gerade ansieht. (Bei manchen ÖR-Sender die Ankündigungen zwischen den Sendungen.)

Nachdem die Sender in den USA anscheinend schon seit über 50 Jahren damit beschäftigt sind einem am späteren Abend die Laune zu vermiesen, hat Senator Sheldon Whitehouse einen Gesetzentwurf auf den Weg gebracht der die FCC ermächtigen soll, den Entwurf binnen Jahresfrist als Regelwerk anzunehmen und im Jahr darauf auch durchzusetzen.

Böse Zungen behaupten allerdings, dass der Entwurf zu schön mit den anstehenden Wahlen in den USA zusammenfällt. 😉

IMHO: Sind sich die Werbetreibenden eigentlich bewusst, dass die Brüllwerbung nur eins bewirkt? Wenn ich die beworbenen Produkte sehe, dann fällt mir eigentlich nur sofort wieder die unangenehme Erfahrung ein, die ich mit dem Abbild des Produkts verbinde. Aber wer potentielle Kunden verjagen will…

Der Beitrag ist unter Senate votes to turn down volume on TV commercials zu finden.

Bürokratie mal anders: Bundesrat Hans-Rudolf Merz

Bundesrat Hans-Rudolf Merz scheint über die Formulierungen in einem Text so amüsiert zu sein, dass er nicht mehr an sich halten kann, sehr sympatisch.

IMHO: “Nur für Kurze Zeit” ???

Seit einiger Zeit grassiert die Nur für kurze Zeit-itis in der Werbung. Es werden alle möglichen (und unmöglichen) Artikel feilgeboten, aber “Nur für kurze Zeit”. Was wollen uns die Werbetreibenden nun damit sagen?

  1. Uns fällt nichts mehr ein, deswegen stehen wir nicht so stark hinter dem Produkt, dass wir es länger ins Angebot nehmen würden?
  2. Wir wissen, dass die neue Geschmacksrichtung besser ist als alles was wir haben, daher wollen wir unsere eigentliche Produktlinie nicht kannibalisieren?
  3. Lauf gefälligst sofort los und gib uns dein Geld?
  4. Eine neumodische Variante von “RUF MICH AN! (Peitschenknall)™”?

Aus dem Bauch heraus würde ich sagen, eine Kombination von allen angesprochenen Deutungsmöglichkeiten. Vermutlich möchte man sich einfach nicht festlegen. (Da fällt mir doch das “bis zu” meines DSL-Anbieters ein.) Ausserdem dürfte der Punkt 2. sehr stark ins Gewicht fallen. Sollte sich herausstellen, dass die neue Geschmacksrichtung zu sehr die Zustimmung der Konsumenten(innen) treffen sollte, sich also die eingeführten Produktlinien einfach nicht mehr so gut verkaufen, dann kann man das Produkt schnell wieder vom Markt nehmen; es war ja nur “Für kurze Zeit”.

Es stellt sich nun aber die Frage, was ist aus der herkömmlichen Methode einfach ausgesuchte geographische Regionen als Testmärkte zu nutzen geworden? Findet das nicht mehr statt? Teurer als die neuen Versuchsballons kann die “alte” Methode eigentlich nicht sein.

Ich vermute jetzt einfach mal (daher der IMHO-Zusatz im Titel): Es geht darum zu zeigen, dass man immer noch “hip” ist, “das Ohr am Puls der Zeit hat”, oder man einfach ausprobieren will, ob sich das angepriesene Produkt in diesem neumodischen Twitter-Dingens niederschlägt. Neudeutsch etwa Consumeroriented-Social-Media-aware-Aural-and-Visual-Spamming. Oder es geht darum zu signalisieren, “Wir sind auch noch da”. Es heisst ja nicht umsonst invent or vanish, oder, in akademischen Kreisen, publish or perish.

Ich warte normalerweise ab, ob sich ernsthafte Verkaufsabsichten hinter den vollmundigen Versprechungen verbergen. Auf diese Weise erspare ich mir die Enttäuschung ein Produkt – welches mir ans Herz, respektive an die Geschmacksknospen, gewachsen ist – plötzlich nicht mehr im Regal vorzufinden. Ich harre also der Werbeaussage “Wir haben uns Gedanken gemacht, das Ganze durchkalkuliert, und Sie können den Artikel auch auf längere Sicht gesehen kaufen”. :mrgreen: